Albaniens Küste, Gjirokastra und das blaue Auge

Albaniens Küste ist längst kein Geheimtipp mehr. Wir waren am Anfang der Saison da und im Laufe der Woche füllten sich die Strände mit Touristenmengen.

Nach Tirana zog es uns an die Küste. Im Norden Albaniens ist die Küste nicht so überlaufen, hier sind jedoch auch die Strände nicht so schön wie im Süden. In der Nähe von Vlora hielten wir in einer einsamen Bucht und fuhren uns ersteinmal richig schön im Sand am Strand fest. Nach ein bisschen Schaufelei, Geschiebe und schwungvollem Quälen der Kupplung konnten wir aber wieder auf eine feste Spur fahren und den Sonnenuntergang doch noch genießen. Nur ein Schäfer stattete uns noch einen Besuch ab.

Am nächsten Morgen versuchten wir Frühstück zu finden. Sehr guten Espresso zu bekommen ist in Albanien, wie überall auf dem Balkan, eine Leichtigkeit. Nur leider gab es in dem Restaurant an dem wir anhielten kein Frühstück. Da zeigte sich wieder die Selbstlosigkeit der Albaner: Wir bekamen Brot und Käse als “Entschuldigung” und dürften es partout nicht bezahlen.

Der Norden Albaniens ist deutlich ärmer als der touristische Süden des Landes, mit oftmals sehr schlechten Straßen.

Das Bild Albaniens sollte sich schnell ändern ändern sobald wir uns dem Llogara Pass näherten. Es ist deutlich mehr los und die Straßen sind nagelneu. Der Pass führt an der Küste entlang und soll eine der schönsten Straßen in Albanien sein. So aufregend fanden wir die Fahrt allerdings nicht. Im Gegensatz zu Kroatien gibt es in Albanien sogar weiße Sandstrände, die man vom Pass aus schon sehen kann.

Leider sind die meisten Strände im Süden, die man mit dem Auto erreichen kann, zugepflastert mit Sonnenschirmen.

Eine ziemlich steile Schotterpiste führt zum Camp Horizon, dem wohl schönsten Campingplatz auf unserer Reise. Auf dem Weg runter an den Strand zu dem Platz treffen wir ein Pärchen in einem schwarzen Kombi, die auch hinten drin schlafen und ihr Gepäck auf dem Dach tragen. Die beiden ermutigen uns, den ziemlich holprigen Weg herunter zu fahren. Wir sind uns nicht sicher, ob wir die Straße überhaupt wieder hochfahren können, aber fahren auf gut Glück runter. Wir bleiben für drei Nächte und können uns von der bisherigen Reise erholen.

Mit neuer Energie machen wir uns auf den Weg nach Gjirokastra, einer alten Stadt im Inneren des Landes, die zum UNESCO- Welterbe zählt.

Gjirokaster

Gjirokaster gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und ist daher entsprechend touristisch. Nichts desto trotz ist die Stadt eine ganz nette Attraktion im Süden Albaniens. Es gibt schöne schieferbedeckte Häuser anzugucken und viele Möglichkeiten Souvenirs zu kaufen. Interessanterweise scheint die Stadt auch ein kleines bisschen Stolz darauf zu sein, der Geburtsort des albanischen Ex-Diktators Enver Hoxha zu sein.

Das Highlight der Stadt ist für uns die Festung am Rande der Altstadt.

Anschließend machen wir uns auf zur unterirdischen Quelle Syri i Kaltër, die auch blaues Auge genannt wird. Pro Sekunde sprudeln ca. Sechs Kubikmeter Wasser heraus. Die Karstquelle schimmert in den verschiedensten Blautönen. Die Tiefe der Quelle ist bisher nicht bekannt, es sind jedoch mindestens 50m. Wir schlafen direkt auf dem Parkplatz vom blauen Auge und sind vor Sonnenaufgang an der Quelle um den Massen an Touristen aus dem Weg zu gehen die ab 8 Uhr morgens in Bussen angefahren kommen. Mittlerweile hat sich die Spur vom Auto schon wieder verstellt . Bevor wir über die griechische Grenze fahren, wo alles wieder teurer wird, lassen wir diese einstellen und gönnen unserem Zuhause eine Dusche.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *