Einsames Nordgriechenland 🇬🇷

Nordgriechenland überrascht uns mit wunderschöner Berglandschaft. Wir überqueren die Grenze am Übergang in Kakavija.Die ersten Kilometer nach der Grenze von Albanien nach Griechenland fahren wir über eine langweilige, wenig befahrene Straße durch Wälder. Das einzig interessante an der Landschaft ist die Tatsache, dass in der Grenzregion in Albanien genauso viele Bäume wie auf griechischer Seite stehen müssten. Aufgrund von großflächiger illegaler Abholzung ist die Landschaft auf albanischer Seite jedoch völlig kahl.

Bei einem kurzen Zwischenstopp bei einem Supermarkt decken wir uns für ein paar Tage in den Bergen ein. Wir freuen uns ziemlich über die Vielfalt im Supermarkt, endlich wieder anderes Essen. Wir biegen ab auf die Straße Epar.Od.Agnanton Lazena in Richtung Pramanta und finden uns in einer unglaublichen Berglandschaft wieder. Die kleine, teilweise einspurige Straße windet sich durch die Berge und wir sind die einzigen Menschen weit und breit. Die Straße führt auch durch eine beeindruckende Schlucht, in der wir trotz der Warnung, dass der Fluss durch das naheliegende Wasserkraftwerk unvorhergesehen anschwillen kann, gehen wir in dem glasklaren und arschkalten Wasser baden.

An diesem Tag schaffen wir es nicht mehr bis nach Pramanta, da wir auf dem Weg einen Schlafplatz mit dem besten Panorama finden. Wir biegen auf eine Schotterpiste ab und befinden uns irgendwann 30m unterhalb eines Gipfels auf dem eine kleine Kirche steht. Von hier oben können wir die gesamte Region überblicken und weit und breit ist kein Mensch zu sehen oder zu hören.

Lange ist es her, dass wir wandern waren. Dabei hatte sich Hannes nach der Wanderung im Geröll in Slowenien extra Wanderschuhe gekauft. Endlich hat er die Chance diese bei einer kurzen Wanderung zu einem Wasserfall einzulaufen. Das Wetter scheint bis auf ein paar Wolken gut zu sein und wir erreichen nach kurzer Zeit den Wasserfall.

Nach kurzer Zeit fängt es jedoch über unseren Köpfen bedrohlich an zu grollen. Natürlich können wir uns es nicht nehmen lassen, unseren Kopf kurz unter die eiskalte Dusche im Wasserfall zu halten. Wie von der Tarantel gestochen sprinten wir über eine Geröllpiste zwischen den Blitzen zurück in den Wald um so schnell wie möglich zum Auto zu kommen. Die vom Blitz getroffenen Bäume links und rechts vom Weg erinnern uns daran, dass wir uns wirklich beeilen sollten. Klitschnass und froh über das schützende Auto kommen wir in Rekordzeit beim Auto an. Da hätten wir uns die Dusche im Wasserfall auch sparen können…

Am nächsten Tag machen wir noch eine kleine Wanderung. Von Dorf Kalarites zu Dorf Syrako durch eine Schlucht. Entgegen unserer Erwartungen ist Nordgriechenland sehr grün.

Jetzt haben wir auch erstmal wieder genug vom wandern und wollen an den Strand um uns zu entspannen und danach den Olymp zu besteigen.

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