Cruisen durch Montenegro 🇲🇪

Wir hatten eigentlich als Plan im Durmitor Nationalpark wandern zu gehen und viel mehr Zeit in Montenegro zu verbringen. Leider machte uns das anhaltend schlechte Wetter einen Strich durch unsere bisherige Planung. Trotzdem hat sich die Fahrt durch Montenegro gelohnt!Am Ausgangspunkt vieler Wanderungen im Durmitor Nationalpark sollten tagsüber gerade mal 14 Grad und Regen sein. Dafür sind wir leider einfach nicht ausgerüstet. Also beschlossen wir weiter in Richtung Süden zu fahren.

Die nächste Stadt in der Nähe des Mausoleums ist Cetinje, die ehemalige königliche Hauptstadt von Montenegro, der wir einen Besuch abstatten.

Wir haben gelesen, dass die Stadt immer noch kulturelles Zentrum des Landes ist, was wir allerdings nicht wirklich gefunden haben.

Wir machten uns auf in Richtung Podgorica, der Hauptstadt von Montenegro. Es stellte sich heraus, dass es eine der schönsten Strecken ist, die wir bisher gefahren sind. Wir sind dazu von der Hauptstraße M2.3 zwischen Cetinje und Podgorica abgebogen und über kleine Straßen über das Dorf Poseljani in Richtung M2 gefahren.

Die Straße lohnt sich wirklich zu fahren wenn man in der Gegend ist. Wir hatten leider nicht so viel Glück mit dem Wetter aber es war trotzdem eine tolle Fahrt!

Am Ende des Tages fanden wir einen schönen Schlafplatz mit traumhaftem Ausblick und Sonnenuntergang. Auch hier konnte man übrigens wieder das Njegoš-Mausoleum sehen. (Der Berg im Hintergrund mittig im Bild)

Am nächsten morgen brechen wir direkt auf in die Hauptstadt. Wir nutzen die Gelegenheit in Podgorica im einzigen Waschsalon Montenegros Wäsche zu waschen. Die haben sogar ein Gästebuch….

Uns war nicht so nach Stadtleben, also wollten wir nach einem kurzen Brunch direkt aufbrechen um weiter in Richtung der albanischen Grenze zu fahren. Der Kellner gab uns noch seine Einschätzung zu unserer Weiterreise und die Empfehlung, nicht alleine und nur mit geführten Touren in das wilde Albanien zu reisen. Die Kombination aus Individualreisenden und Albanien sei seiner Meinung nach gefährlich, wobei er uns durch kreuzen seiner Arme vor dem Oberkörper Gefahr signalisierte. Insbesondere vor den wilden Bergvölkern und deren Gesetzen warnte er uns eindringlich.

Es war bestimmt wieder eine Route mit schönen Panoramen, jedoch hingen wir für den Rest des Tages im Regen und in den Wolken. Es war bereits 19:00 Uhr und wir hatten weder gegessen noch einen Schlafplatz gefunden. Kochen fiel wegen des Wetters auch aus und die Gegend war ziemlich dünn besiedelt. Um doch noch einen Snack zu bekommen, hielten wir am ersten Haus, dass aussah wie ein Restaurant und fragten, ob es etwas zu essen gibt. In dem Laden saßen nur Männer, die große Lust darauf hatten, dass wir da bleiben aber die Wirtin sagte, sie habe nichts und empfahl uns ein Restaurant ein paar Kilometer weiter. Die gesamte Konversation lief dabei in Zeichensprache ab. Das besagte Restaurant hatte gar nicht erst geöffnet und wir fuhren mit grummelnden Mägen weiter in die Wolkendecke. Weiter oben am Pass, als es schon dunkel war hatten wir dann Glück. In einem Haus brannte noch Licht. Wieder waren nur Männer im Raum und keiner sprach Englisch, jedoch konnte uns die Wirtin mit Händen und Füßen etwas zu essen anbieten. Wir fühlten uns ein bisschen so wie wir uns Russland vorstellen. Nachdem wir Köfte, Gurkensalat und Brot in großen Mengen gesnackt hatten, fehlte nur noch ein Schlafplatz. Wieder mit Händen und Füßen fragten wir die Wirtin, ob es eine Möglichkeit gibt, irgendwo zu stehen. Sie gab uns zu verstehen, dass es kein Problem sei, wenn wir vor der Tür an der Straße schlafen würden.

Auch am nächsten morgen hingen wir noch immer in den Wolken und machten uns schnell weiter in Richtung Albanien.

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