Bosnien & Herzegovina: 🇧🇦Mostar, Počitelj und Kravica Wasserfälle

Die Einreise nach Bosnien und Herzegovina verlief ohne Probleme. Wir wurden häufig gefragt ob wir auch so viel Polizeipräsenz wahrgenommen haben, da die neue Flüchtlingsroute durch das Land führt. Andere Deutsche berichten uns von Hubschraubern und dem Einsatz von Wärmebildkameras an der Grenze zu Kroatien. Mal sehen wie es auf der Einreise nach Kroatien läuft. Das Auswärtige Amt weist daraufhin, dass bei Einreise die grüne Versicherungskarte fürs Auto vorgelegt werden muss, für jeden Aufenthaltstag 75€ Budget nachgewiesen werden müssen und man sich bei einem Aufenthalt von mehr als 3 Tagen an einer Adresse melden muss. Unsere Erfahrung: Reisepässe vorzeigen und ab über die Grenze…also ganz einfach!

Mostar

Wunderschöne Stadt mit vielen kleinen Gassen und Brücken. Der Einfluss des osmanischen Reiches…die Stadt ist sehr touristisch aber hat ihren Charme trotzdem nicht verloren, hoffentlich bleibt das so!

Beim schlendern durch die Stadt fanden wir zufällig unseren Schlafplatz: Einen kleinen Parkplatz mitten im Zentrum mit Dusche und Wc und einer Terrasse mit Blick über die Stadt. Das ganze kostete uns 15 bosnische Mark. Die Währung war früher 1:1 an die Deutsche Mark gekoppelt und heute bekommt man für 1€ zwei bosnische Mark. Frische Feigen gab es auch noch dazu.

Überall in der Stadt sind die Einschusslöcher des Krieges zu sehen und verlässt man den kleinen Stadtkern sieht man viele zerstörte Gebäude.

Počitelj

Etwa 30km weiter den Fluss entlang erreicht man den Ort Počitelj , der Steil an den Hang gebaut ist.

Kravica-Wasserfälle

Auf dem Weg nach Studenci wo sich der Haupteingang für die Kravica Wasserfälle befindet haben wir eine Werkstatt für das MonchiPü-Mobil gefunden. Direkt neben seinem Haus repariert ein Mechaniker Autos in der Garage. Nachdem wir mit Händen und Füßen sowie ein bisschen Übersetzung durch seinen Sohn erklärt hatten, dass unser Auspuff locker ist, beendete er die Arbeit an einem anderen Auto und das MonchiPü-Mobil wurde sofort verarztet.

Was in Deutschland unmöglich war, wurde in zehn Minuten wieder festgeschweißt. Das ganze kostete uns 10€ und oben drauf gab es noch ein gemeinsames Bier.

Wir steuerten direkt einen potentiellen Schlafplatz in der Nähe der Wasserfälle an. Außerhalb der Saison ist dieser verlassen, jedoch waren bereits alle Bars und Restaurants geöffnet.Wir entschieden uns woanders zu schlafen und am nächsten Tag von hier aus zu starten um uns den Eintritt in den Park zu sparen.

Bosnien & Herzegovina hat noch nicht viele bekannte Touristenattraktionen und eine der wenigen sind die Kravica-Wasserfälle. Wirklich ein Kunstwerk der Natur!

Leider sieht es nicht so idyllisch aus, wie auf diesen Fotos. Von Mostar aus sind die Wasserfälle in einer Stunde zu erreichen. Demnach sieht die Realität leider so aus:

Abseits der Hauptattraktion ist es etwas ruhiger und man hat ein bisschen das Gefühl im Dschungel zu sein, wenn man sich auf den Weg zum Mala Kravaca, einem deutlich unscheinbareren Wasserfall macht.

Uns hat der Platz mit den Bars etwas weiter flussabwärts viel besser gefallen. Zum einen, weil es deutlich ruhiger war und nur lokale Menschen da waren zum anderen da man hier viel besser Baden könnte und es eine Grillplatte zu essen gab,übrigens das einzige Gericht auf der Karte.

Zurück nach Kroatien 🇭🇷

Hannes hat darauf bestanden am Grenzübergang auf dem Rückweg von Bosnien Herzegowina nach Kroatien unbedingt ein Foto mit dem Länderschild von Kroatien zu machen. Sofort stürmte ein Grenzbeamter auf uns zu und schrie uns an. Wir sollten das Bild umgehend löschen. Jetzt war klar, dass sie uns auf jeden Fall auseinandernehmen würden…

Wir wurden freundlich darauf hingewiesen, dass wir Marihuana und ähnliche Substanzen an der Grenze deklarieren müssen während der Grenzer sehr interessiert, wenn auch alles andere als gründlich unsere Haferflockenpackung auseinandernahm. Großes Interesse galt auch der Tamponverpackung. Nachdem er die 5 Kilo Schokolade und 2 Liter Wein im Reserveradkasten nicht gefunden hatte, durften wir einreisen.

Belohnt wurde wir mit einem schönen Rückweg durch die Berge ans Meer.

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